Sexualstraftaten sind sehr „trendig“…

Ich war u.a. Zeuge in dem Mord-Prozess gegen Jack Unterweger, da ich damals für die KRONE in den Mordfällen recherchierte. (gemeinsam mit dem Journalisten Tobias Micke) Meine Demo mit zwei ehemaligen Vergewaltigungsopfern diente lediglich dazu die Geschworenen etwas zu beeinflussen damit sie  einen sadistischen Serienkiller schuldig sprechen und endlich für lange Zeit hinter Gittern landet….

Heute bin ich aber noch immer für einen verdoppelten Strafrahmen für Sexualstraftäter und plädiere für ein Lebenslang, dass zumindest 30 Jahre bedeuten soll. Aber in keinen Kuschel-Gefängnissen wo Psychologen und Psychiater für angenehme Haftbedingungen sorgen, während die Opfer, die qualvoll ums Leben kamen, und deren Familien, deren Leben nie mehr so sein wird, wie es war, keine zweite Chance bekommen….

Frage mich so nebenbei: Wie können fremde Menschen, aber auch enge Angehörige, Mördern verzeihen? Das könnten nur jene, die man nicht mehr hört, denen man das Leben geraubt hat….

Den vollständigen, gut recherchierten Bericht im SPIEGEL über das Leben des Monster Unterweger finden SIE hier: Die haben sich verkrümelt. Gemeint sind die prominenten Befürworter einer frühzeitigen Entlassung des Serienkillers, der damals eigentlich schon zwei Frauen auf dem (nicht vorhandenen) Gewissen hatte und nur für einen bestialischen Mord an einer 18-Jährigen „Lebenslang“ auffasste, (auch im Supermarkt bekommt man oft auch mal zwei Artikeln zum Preis von einem) aber nach 15 Jahren Dank der intellektuellen Fürbitter frühzeitig entlassen werden konnte… …

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Quelle: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13682948.html

Warum ich meinem „Onkel“ auch 44 Jahre nach seinem Tod….

nicht verzeihen kann, was er mir angetan hat? Ich hasse ihn noch immer, dieses Arschloch. Warum? Neugierige werden es in meinem Buch, das im Herbst erscheinen wird, erfahren…

Mich verwundert nur immer dass Richter, Politiker, Wissenschaftler, Pfaffen und Intellektuelle brutalen Mördern „verzeihen“, was weder ihnen noch einem nahen Angehörigen angetan wurde…

Ebenso Hinterbliebene von Opfern, die solche Gesten und Worte der Verzeihung an Mördern ihrer ermordeten Angehörigen öffentlich, womöglich vor Kameras, von sich geben. Sind diese Personen von Religionen, Psychologen und Medien gehirngewaschene Zombies?  Noch dazu im täglichen Schleudergang diverser Medien! Wie hieß in meiner Jugend ein Film (Westler): „Gott vergibt, Django nie“…..

Der Jammer des Titels: Etwas, das es nicht gibt, kann nicht verzeihen. Verzeihen könnten auch nur die Opfer, aber keine Freunde oder Angehörige! Das vielzitierte „Er/Sie würde…“ klingt zwar sehr salbungsvoll und soll Größe zeigen und kommt bei den „Stammgästen“ von „Gehirnwaschsalon-Besuchern“ vielleicht gut an. Denn sie kennen die „Mords-Typen“ nicht. (Ich kannte leider zu viele davon)

Religionen stützen sich auf das Wort „Glauben“ (auch das ist nur ein Wort, wie Liebe und auch Hass) und das inspiriert mich zu der (kleinlichen?) banalen Frage: „Wie viele Leute glauben gut Auto zu fahren, und verursachen täglich tödliche Unfälle?“

Noch ein Gedanke, der sicher auch schon Ihnen durch den Kopf ging: Wie viele Menschen glauben intelligent, schön, und etwas besonderes zu sein und haben ins Gehirn geschissen? Oder schauen aus wie die „Komposition von „Beuschel mit Knödel…“?