Ein „Salut“ für die „Unterwelt-Legende“ Alfred „Fredy“ Kreuzer auf ATV

Samt einem rührenden, fast zu Tränen rührenden Schluss der vierteiligen Staffel „Im Sog der Unterwelt“, der auf einige weitere Fortsetzungen hoffen lässt..

Ein von schweren Spielsüchten geplagter Mann, der sein Leben lang unterbezahlt Frauen ficken musste und von früh bis spät mit schwerer Arbeit im Puff oder am Spielautomaten zum gestressten, gezeichneten und abgemagerten Mann (64) gerierte und nun angeblich in die „Strizzi-Rente“ geht. Kann man das auch als „wohlverdient“ bezeichnen, wird sich so mancher Rentner fragen? Man kann ihn, den Ex-Millionär vielleicht nicht als Pensionär bezeichnen, das werden auch normale „Hackler“ kaum 😉

Foto c privat: Freddy Rabak re: der kranke Stefan Fischer

Ein Mann, der nach eigenen Worten „noch nie im Gänsehäufel war“ und der so gerne „einmal auf der Wiener Donauinsel baden möchte“. Träume, die er sich nun erfüllen kann.

Schließlich war auch ein Udo Jürgens sehr lange nicht in New York und wie Kreuzer, noch nie so richtig frei. Zumindest sang er das in die Welt hinaus und wenn sich Fredy nach ihm orientiert, dann fängt mit 66 Jahren das Leben erst so richtig an. Dazu hat Fredy schließlich noch zwei Jahre Zeit…

Ich hatte die Ehre eines Ex-Strizzis in der dritten Folge aufzutreten, was mich sehr rührte. Der Regisseur sagte mir zwar es handle sich bei den Drehs um eine Dokumentation mit dem Titel „40 Jahre Wiener Gürtel“, von einem „Sog der Unterwelt“ und einem „Salut für Fredy Kreuzer“ war nicht die Rede. Frau Romana, eine Ex vom Kreuzer, die auch in zwei Staffeln „vorgeführt“ wurde, fühlt sich über den Tisch gezogen und ich fühle mit ihr. So viel sei hier im Moment erwähnt.

Sollte ich mich ärgern als meine Frau wieder als Studentin bezeichnet wurde und nicht als Politikwissenschaftlerin? Nein, Studentinnen sind süßer 😉 

Ebenfalls verarscht sieht sich ein ehemaliger Unterweltler, ein Freund von mir, Stefan Fischer (Foto vom „Dreh“) der sich als bettlägeriger Krebskranker für ein Interview in seinem Lokal zur Verfügung stellte, das aber nie gesendet wurde. Dafür wurden ein paar „caritativ tätige“ Menschen als „Pausenfüller“ gezeigt. Wie ein ehemaliger Freier, der sich nun als „Strichseelsorger“ um gefallene Mädchen kümmert, der „Gute“! Oder vielleicht doch, ganz ohne Häme, ein echt Guter?  

Jedenfalls kann man in den nächsten zahlreichen Folgen sicher den ersten Besuch Fredy Kreuzers im Gänsehäufel oder der Donauinsel mit Spannung mitverfolgen. Vielleicht auch wie sein „missratener“ Sohn endlich einer geliebten rumänischen Hure vor dem Standesbeamten ein schüchternes „Ja“ zuflüstert und sein Vater zu Tränen gerührt sagt „I glaub, du bist ganz deppart“! 

Dann gibt es vielleicht die unendliche Soap „Die Kreuzers“…

Der beste Freund abgeknallt, erste Hochzeit und Arbeitshaus..

in verrückter Wochenendgangster hatte Walter in einem Selbstbedienungsrestaurant abgeknallt! Freddy machte mit dem Terror gegen sich und die Anstaltsleitung weiter, bis er in die Sonderanstalt Mittersteig überstellt wurde. In der damaligen Zeit ein fast „paradiesischer“ Knast. Dort saßen nur die gefährlichsten Querulanten, Selbst-Beschädiger und „doppelt Asoziale“ ein, wie es das Justizministerium treffend formulierte. Also Häftlinge, die der normale Strafvollzug mit all seinen Mitteln nicht zur Räson bringen konnte. Zwei Monate vor Strafende wurde Freddy einer psych. Untersuchung unterzogen, ob er nach dem kurz bevorstehenden Strafende auch für das Arbeitshaus psychisch geeignet sei. Freddy knickte zusammen. Er hatte schon einige Häftlinge gesehen, die sich siedendes Fett in die Schuhe gegossen, den Bauch aufgeschlitzt hatten oder mit einem Tintenblei ins Auge gefahren waren und trotzdem ins Arbeitshaus geschickt wurden. Wie hieß doch damals der „schöne“ Spruch: „In Suben werden Lahme gehend und Blinde wieder sehend“….

Doch das „Wunder“ fand schließlich statt! Rabak war laut Gutachten „eine Gefahr für sich und seine Umgebung“ und durfte nach 22 Monaten das Gefängnis verlassen. Die Arbeitshäuser wurden für ein Jahr aufgeschoben. Freddy begann sofort als Installateur bei der Fa. Korseska in der Wipplingerstraße zu arbeiten und schaffte es tatsächlich zum ersten mal in seinem Leben, zwei Jahre bei einer Firma zu „hackeln“. (Zweimal schob der „berüchtigte“ PsychiaterPrim. Dr. Groß das Arbeitshaus für jeweils ein Jahr auf) Nach der Haft und einigen flüchtigen Bekanntschaften lernte Freddy in der Nachbarschaft die erst 15 jährige Maria, eine zauberhafte Roma, kennen und lieben. Zufällig (Wirklich!) war ihr Bruder, „Der Neger“, eine Größe im Rotlichtmilieu und dementsprechend war die entsetzte Reaktion von Freddy´s Eltern, da während seiner Haft in und vor der Wohnung des „Negers“ eine „flotte Schießerei“ mit div. Unterweltsgrößen stattfgefunden hatte. Ach ja, der liebe Onkel Kurt, der nie geraucht und fast nie Alkohol getrunken hatte, genoß sein gesundes, junges Leben am Friedhof …er starb mit 39..

….Also suchten die beiden Verliebten eine kleine Wohnung und da Maria nicht unbedingt ewig Kindermädchen bei ihrem Bruder oder Hilfsarbeiterin sein wollte, begann sie auch auf den Strich zu gehen. Einmal spielte sich Freddy´s Bruder Hansi als „Rechtschaffen“ auf und ließ Maria verhaften. Inzwischen weihte Freddy´y Vater seinen Sohn in die Geheimnisse der Entfesselungskunst ein und Vater und Sohn traten in Bierzelten, Schaubuden und bei Galas auf. Was soll´s, als das erste Kind unterwegs war heirateten Maria und Freddy, der inzwischen auch als Artist für Schlagzeilen sorgte und ließen sich nach acht Monaten wieder scheiden. So konnte sie sich offiziell den „Deckel“ (die Kontrollkarte für Huren) holen. Eine kleine „Seifenblase“ aus einem löchrigen Glücksbottich stieg auf…

Ausbruch, Knast, Schuß und gefährliche Drohung..